Dass alkoholfreies Bier eher einen Gichtanfall auslöst als alkoholhaltiges Bier ist unwahrscheinlich, denn Alkohol stellt einen erheblichen Einflussfaktor für die Entwicklung einer Gichterkrankung dar. Er fördert die Harnsäurebildung und hemmt gleichzeitig die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren.
Allerdings ist es in der Tat so, dass auch alkoholfreies Bier Gichtanfälle auslösen kann, da Bier, egal, ob alkoholfrei oder nicht, aufgrund der enthaltenen Hefe besonders purinreich ist (insbesondere Hefe-Weißbier).
Die Empfehlung ist also, sowohl auf Alkohol zu verzichten als auch eine purinarme Ernährungsweise einzuhalten, was auch beinhaltet, alkoholfreies Bier zu meiden.
Alkoholfreier Wein enthält hingegen übrigens keine Purine.
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Ja, alkoholfreies Bier löst bei mir (anders als z.B. Weizenbier) fast regelmäßig einen Gichtschub aus!
Ich darf keinen Alökohol trinken
daher trinke ich 1 - 1 1/2 Liter Alkohlfreies Weizen. zunehmend habe ich Schwellungen in den Füssen, es wird heiss und schmerzt sehr. was soll ich tun?
Anmerkung der Redaktion
Auch alkoholfreies Bier enthält relevante Mengen an Purinen, die im Körper zu Harnsäure abgebaut werden. Gerade Weizenbier (auch alkoholfrei) gehört zu den purinreicheren Bieren. Größere Mengen – wie 1 bis 1½ Liter täglich – können daher tatsächlich Gichtanfälle begünstigen, auch ohne Alkohol.
Die von Ihnen beschriebenen Symptome (Schwellung, Überwärmung, starke Schmerzen in den Füßen) passen zu einem möglichen Gichtanfall, können aber auch andere Ursachen haben. Das lässt sich aus der Ferne nicht sicher beurteilen.
Was Sie jetzt tun können:
- Zeitnah ärztlich abklären lassen, insbesondere den Harnsäurespiegel im Blut
- Alkoholfreies Bier – insbesondere Weizenbier – deutlich reduzieren oder pausieren
- Stattdessen bevorzugt Wasser, Mineralwasser oder ungesüßte Tees trinken
- Auf weitere purinreiche Lebensmittel (z. B. Innereien, Fleischbrühen, große Fleischmengen) achtgeben
Wichtig: Bei wiederkehrenden oder starken Beschwerden sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen, um die Ursache sicher festzustellen und ggf. gezielt behandeln zu können.