Hochwertiges Leinöl

Stand:

Zur Zeit esse ich täglich ein Quark-Leinölmüsli. Ein Bio-Leinöl wird zum Schutz vor Oxydation in der Kühlung (Reformhaus) gelagert, im Gegensatz zu den anderen Bio-Leinölen, welche erst nach Öffnung in die Kühlung müssen. Als Laie tue ich mich schwer in der Produktwahl. Da müsste ich ja die Ölmühlen überprüfen, ob sie es kalt genug u. unter Sauerstoffausschluss pressen. Dass es nach Öffnung in 4 Wochen aufgebraucht werden muss, weiß ich. In welcher Preisklasse gibt es gesundheitlich hochwertiges Leinöl?

Ein Fläschchen Leinöl und eine Schale mit Leinsamen
Off

Ab 5-6 Euro pro 250 ml ist Bio-Leinöl aus deutschen Mühlen zu erhalten. Der Preis ist abhängig von der Absatzmenge und -struktur der Ölmühlen. Frisches Leinöl erkennt man in erster Linie am Geschmack. Es schmeckt nicht bitter. Sobald es mit Luft und Licht in Berührung kommt, oxidiert es sehr schnell und wird dann ranzig. Der begrenzende Faktor ist nicht die Lagerung der geschlossenen, sondern der geöffneten Flasche. Innerhalb von wenigen Wochen sollten sie das geöffnete Öl aufbrauchen und es immer kühl und dunkel lagern. Auch tiefgefrieren über einige Wochen ist möglich. Viele Leinölproduzenten stellen das Öl unter Sauerstoffausschluss her. Dies ist oft auf der Homepage angegeben. Neben Geschmack und schonender Herstellung gehört zur Ölqualität auch der Gehalt an unerwünschten Substanzen wie Pestiziden und Mineralölen. Ökotest hat hierauf eine Reihe hochwertiger Öle untersucht.

Den Test finden Sie hier: http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?action=prod&artnr=104004&bernr=04

ältere Nutzer-Kommentare aus dem Jahr 2020 und davor

Evelyne, am 04.01.2017, 06:31
Ich wohne seit einiger Zeit in der Türkei und habe mir in einem sogenannten "Organikladen" Leinöl gekauft. Jetzt lese ich, dass das MHD 2019 ist. Bei den Leinölen, die ich in D im Bioladen kaufte, lag das Datum meistens bei 6 Monaten (im geschlossenen Zustand). Drei Jahre? Ist ja krass.

 

Redaktion:
Ein MHD von 3 Jahren für Leinöl ist in der Tat sehr lang. Das Öl sollte man nach so langer Zeit nicht mehr verzehren. Die in großen Mengen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind sehr licht- und temperaturempfindlich. Dunkel und gut gekühlt ist das Öl nach unserer Einschätzung nur etwa 5-6 Monate haltbar. Also so lange, wie Sie bereits gesagt haben.


Eva Grabitz, am 24.10.2016, 18:04
Guten Tag,

Leinöl wird auch in der Pferdefütterung gerne genommen. Nach sechs Wochen, so sagte mir meine Tierärztin, möchte ich es bitte nicht mehr verwenden. Sie benannte Oxidation,und auch die Entstehung von Blausäure. über eine langsame Entstehung von Blausäure ist im Internet nichts zu finden. Können Sie mir etwas genaueres dazu sagen?

Mit freundlichen Grüßen,

Eva Grabitz

 

Redaktion:
Leinsamen enthalten natüricherweise 8–35 mg Linustatin pro 100 Gramm. Dabei handelt es sich um ein cyanogenes (Blausäure abspaltendes) Glykosid, das bei normalen Magensaftverhältnissen beim Menschen keine gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen verursacht.

Ob dies auch für Pferde zutrifft entzieht sich unserer Kenntnis. Daher empfehlen wir Ihnen den Rat ihrer Tierärtin zu befolgen.


Heide Jakoby, am 19.10.2015, 21:16
Stiftung Warentest (H 9/15) hat u.a. auch Bio-Leinöle untersucht mit dem Ergebnis, daß sich auch in Bio-Leinölen Schadstoffe befanden und die Öle gar nicht in der Verkauf hätten kommen dürfen. Das hat mich als Bio-Verfechterin u. Fördermitglied von foodwatch entsetzt. Leider wurden in dem mir vorliegenden Zeitungsartikel v. 28.8.15 keine Namen/Hersteller/ Abfüller genannt. Kann ich als Verbraucherin erfahren, welche Bio-Öle gar nicht in den Handel hätten kommen dürfen? Warum erfuhr man nichts bei Lebensmittelwarnung und Lebensmittelklarheit? 19.10.15

 

Redaktion:
Die Namen der getesteten Hersteller erfahren Sie, wenn Sie sich die entsprechende Ausgabe der Stiftung Warentest (09/2015) oder den Online-Artikel kaufen.

Für die Warnung vor Produkten auf lebensmittelklarheit.de gibt es festgelegte Richtlinien und Voraussetzungen, die zutreffen müssen. Genauer nachlesen können Sie diese hier.

Die von der Stiftung Warentest im Testbericht über „Gourmet-Öle 9/2015“ angezeigten Mängel bei den untersuchten Pflanzenölen erfüllten diese genannten Voraussetzungen für eine Einstellung auf „lebensmittelwarnung.de“ nicht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Die Verbraucherzentrale nutzt und speichert die in diesem Kommentarfeld erhobene E-Mail-Adresse ausschließlich für die Bearbeitung Ihres Kommentars im Forum. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.

Sie haben das Recht, Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen, z.B. per E-Mail an die Adresse datenschutz@verbraucherzentrale.nrw. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

*Pflichtfelder