Erdmandel - weder Nuss noch Mandel

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Ich habe vor Kurzem einen Riegel mit Erdmandel gekauft. Was ist das eigentlich genau?
Eine Schale Erdmandelmehl mit ganzen Erdmandeln daneben
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Das Erdmandelgras ist ein Sauergrasgewächs, dessen essbare Knollen Erdmandel, Tigernuss oder Chufas genannt werden.

Die genauen Ursprungsgebiete sind nicht bekannt. Der erwerbsmäßige Anbau erfolgt vor allen in Spanien, Indien und Brasilien. Inzwischen wächst sie vereinzelt auch in Deutschland. Hier gelten sie jedoch vor allem als Problemkraut, dass beispielsweise auf Mais und Kartoffelfeldern zu Ernteausfällen führen kann.

Die Knollen sind etwa eichelgroß. Unter der dünnen kastanienbraunen Haut haben sie einen hellen Kern. Ihr Geschmack ist nussig-mandelartig. Für eine bessere Haltbarkeit werden sie getrocknet.

Sie können Erdmandeln roh, gekocht oder geröstet essen. Gemahlen eignen sie sich für Brot, Kuchen, Porridge oder Smoothies. In Wasser eingelegt, wird eine süße Erdmandelmilch daraus, aus der auch Speiseeis hergestellt werden kann. Darüber hinaus dienen Erdmandeln zur Gewinnung von Speiseöl mit einem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren (ähnlich Olivenöl). Bei uns finden Sie überwiegend zu Mehl und Flocken verarbeitet in Reformhäusern, Drogeriemärkten oder im gut sortierten Supermarkt.

Die Nährstoffgehalte von Erdmandel-Produkten schwanken je nach Herstellerangaben. Erdmandeln bestehen zu mehr als der Hälfte aus Kohlenhydraten. Der Fettanteil reicht von 19 bis 27 Prozent. Der Eiweißgehalt liegt um die 5 Prozent. Mit einem Ballaststoffanteil von 11 bis 23 Prozent gelten sie als ballaststoffreich. Sie sind gluten- und lactosefrei und für Diabetiker sowie Nussallergiker geeignet.

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