Ist das Aufwärmen von Reis oder Milchreis gefährlich?

Stand:

Sollte man Milchreis - genauso wie Reis - nicht aufbewahren und wieder erwärmen, weil auch beim Milchreis die gleichen Bakterien vorhanden sein können?

Eine Schüssel Milchreis mit Zimt und Walnüssen.
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Tatsächlich können in Milchreis die gleichen sporenbildenden Bakterien vom Typ Bacillus cereus, die auch in Reis vorkommen, enthalten sein. Das heißt, bei der Zubereitung, Lagerung bzw. dem Aufwärmen von Reis und Milchreis sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

  • Servieren Sie Reis (auch Milchreis) am besten direkt nach dem Kochen.
  • Wenn das nicht möglich ist oder Sie Reste übrig haben, die Sie später aufwärmen wollen, dann sollten Sie den Reis sofort bzw. innerhalb einer Stunde nach dem Kochen im Kühlschrank abkühlen oder bei über 65°C warmhalten. Somit kann man verhindern, dass Keime wachsen beziehungsweise Sporen auskeimen.
  • Wenn Sie den Reis zum Verzehr erneut aufwärmen wollen, dann sollte dies innerhalb eines Tages erfolgen. Dabei ist es dann wichtig, die Reste wieder auf mindestens 70 bis 75 Grad Celsius zu erwärmen, und zwar gleichmäßig.
  • Mehr als einmal sollten Sie Reis nicht aufwärmen.

Hintergrund:

Reis enthält sehr häufig die sporenbildenden Bakterien vom Typ Bacillus cereus. Die Sporen dieser Bakterien werden beim Erhitzen nicht abgetötet. Aus ihnen können sich während der Aufbewahrung neue Bakterien entwickeln, die Giftstoffe bilden. Diese Bakterien vermehren sich besonders schnell, wenn gekochter Reis langsam bei Zimmertemperatur abgekühlt oder bei lauwarmen Temperaturen warmgehalten wird. Die Toxine dieser Bakterien können zu Erbrechen und Durchfällen führen.

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