Ernährung in den Wechseljahren

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Ich habe gehört, dass Soja-Produkte pflanzliches "Östrogen" enthalten und deshalb z.B. in Asien zur Ernährung nach der Menopause empfohlen werden. Wie hoch ist der Gehalt an östrogenähnlichen Phytohormonen in Soja bzw. Sojamilch und ist es ratsam, nach der Menopause Kuhmilch teilweise durch Sojamilch zu ersetzen?

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Frauen in Asien haben weniger Wechseljahrsbeschwerden als westliche Frauen. Dies führt man unter anderem auf die sojareiche Ernährung zurück. In Soja sind Phytoöstrogene enthalten. Diese ähneln vom Aufbau her sehr dem menschlichen Östrogen.

Es ist aber nicht nur der hohe Konsum von Sojaprodukten dafür verantwortlich, dass in Südostasien Frauen weniger mit Hitzewallungen in den Wechseljahren, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und östrogenabhängige Krebsarten zu kämpfen haben. Auf dem Speiseplan stehen dort im Vergleich zu Europa weniger Fleisch, mehr Gemüse, Algen und Fisch. Es kommt also nicht auf einen einzelnen Stoff an, sondern auf die gesamte Ernährung und Lebensweise.

Unser Tipp:

Ernähren Sie sich pflanzenreich und vollwertig mit einem hohen Anteil an Gemüse, Vollkornprodukten und Obst. Falls Sie Sojaprodukte vertragen, können Sie Ihren Speiseplan mit diesen ergänzen. Sie sollten nicht auf Milchprodukte verzichten, da das enthaltene Calcium weiterhin wichtig für Ihre Knochen ist. Bewegen Sie sich und halten Sie sich regelmäßig an der frischen Luft auf.

Die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln mit Soja-Isoflavonen (eine Klasse der Phytoöstrogenen), die bei Wechseljahrsbeschwerden helfen sollen, ist nicht bewiesen. Auch Risiken können nicht ausgeschlossen werden. Mehr dazu finden Sie hier: Isoflavone - Hilfe in den Wechseljahren?.

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