Mein Brot wiegt weniger als angegeben, ist das erlaubt?

Stand:

Mir passiert das regelmäßig, dass mein gekauftes Brot nicht die angegebenen 600 g wiegt, sondern weniger. Das ist doch nicht zulässig? Ich danke Ihnen für eine Antwort.

Einwaage Verpackung Brot
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Sie sprechen ein kompliziertes Rechtsgebiet an, welches in der Fertigverpackungsverordnung geregelt ist.

Der Gesetzgeber arbeitet hier mit dem "Nenngewicht". Das Nenngewicht des Brotes entspricht nicht immer genau dem angegebenen Gewicht beim Verkauf, sondern ist ein Mittelwert. Es müssen dabei bestimmte Toleranzgrenzen bei der Herstellung eingehalten werden. Entscheidend ist der "Zeitpunkt der Herstellung". Als Zeitpunkt der Herstellung ist dabei eine Stunde nach Backofenentnahme anzusehen, da Brot unmittelbar nach dem Backvorgang erhebliche Gewichtsverluste durch Austrocknung hat.

Zum Zeitpunkt des erstmaligen Inverkehrbringens darf die absolute Toleranzgrenze nicht unterschritten werden, das heißt ein Brot von beispielsweise 500 Gramm darf nicht weniger als 470 Gramm wiegen.

Ganz praktisch ist es so, dass das Abwiegen der Teiglinge in den Bäckereien maschinell erfolgt.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Untergewichte vorliegen und Sie sich beschweren wollen, können Sie sich an das für Sie zuständige Eichamt wenden. Die Adressen finden Sie hier.

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