Lebensmittel aus China

Stand:

Wo finde ich Hinweise, welche Lebensmittel (Äpfel, Birnen, Backlinge etc.) aus China kommen? Im Handel habe ich bisher keine Hinweise gefunden. Ich habe gelesen, dass wir mehr als 1 Million Tonnen Lebensmittel aus China importieren (80% unserer Lebensmittel).

Lebensmittel aus China
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Bei manchen Obst- und Gemüsesorten wie Spargel oder Mandarinen stammen mittlerweile über 70% des Imports aus China. Die Ware landet meist nicht frisch in unseren Märkten, sondern wird weiterverarbeitet, z.B. tiefgefroren, eingedost, zu Marmelade verkocht oder sie wird zur Zutat für Fruchtjoghurt oder zum Saftkonzentrat. Bei frischem Obst und Gemüse muss in der Regel das Herkunftsland angegeben werden, genauso bei frischem Fisch, Rindfleisch und einigen anderen Produkten. Bei verarbeiteten Lebensmitteln dagegen, so auch bei Backlingen, braucht der Hersteller nicht kennzeichnen, woher die Rohstoffe stammen. Die Verbraucherzentralen fordern seit langem eine verpflichtende Herkunftsangabe der Hauptzutaten in Lebensmitteln, um den Verbrauchern bewusste Kaufentscheidungen zu ermöglichen.

ältere Nutzer-Kommentare aus dem Jahr 2020 und davor

Besucher10, am 08.11.2020, 12:30
Günstige Produkte waren mal Überproduktion die Marken Firmen unter anderen Namen in den Verkehr gebracht haben. Was offensichtlich nicht mehr der Fall ist und irgendwelche Händler billigst von überall für uns einkaufen und hier in den Verkehr bringen, wie soll ich dass erkennen? Das ist ein Unding das wir Verbraucher ständig hinterher sein sollen da man auch nicht so die Zeit hat. Da muss dringend eine Deklaration auf die Produkte.


Andreas, am 06.07.2020, 11:03
Verweise nur auf das aktuelle Heft Welt der Wunder Kompakt 3/20, aber der Verbraucher will es ja billig ist doch nichts neues einen Grill für 1500,- kaufen und dann möglichst billiges Fleisch einkaufen hat doch jeder selber in der Hand, meines Erachtens ein Problem unserer Gesellschaft lieber billig Lebensmittel einkaufen und 2-3 mal im Jahr Urlaub machen SUV fahren ect..... , fängt schon bei der Schulverpflegung an bilig billig billig....... und dafür gibt es halt nichts hochwertiges... ist ja nur unsere Nahrung.


Andrea Morian, am 18.07.2020, 11:22
Lieber Andreas, das Problem besteht ja grade darin, dass man es nicht selbst in der Hand, welche Lebensmittel, aus welchem Ursprungsland, man zu sich nimmt. Auf den verarbeiteten Lebensmitteln,wie z.B. Marmelade, Gewürze oder auch Kompott o. Apfelsaft steht (egal wie teuer...) nicht drauf, aus welchem Ursprungsland das Obst kommt! Und das ist eine Unverschämtheit der Lebensmittelkonzerne!!! Oder hast Du da einen Tipp ?


Anja, am 17.06.2020, 08:39
Hallo,


in einer Reportage hieß es das man das Land durch "Kenncodes" erkennen kann. Obwohl das Herkunftsland nicht explizit auf den Dosen erwähnt wird. (Zumindest habe ich das so verstanden)

Leider habe ich aber keinerlei weitere Informationen im Internet über diese besagten "Codes" gefunden.

Wissen Sie vielleicht näheres darüber?

Die Reportage "Billige Lebensmittel aus Fernost - China in Dosen" ist von SWR Doku auf Youtube (stand 16.6.2020).

Das "Stichwort" war ca bei 9:20

Gab es eigentlich schon generell etwas neues?

Hat sich etwas getan? Ggf auch durch Corona?


Vielen Dank schonmal

 

Redaktion:
Bei der Angabe auf dem Boden des Produktes handelt es sich um die sogenannte Los- bzw. Chargennummer. Sie ist bei fast allen verpackten Lebensmitteln auf der Verpackung zu finden, hat für Verbraucher aber keinen Informationswert.

Ein Los oder eine Charge umfasst alle Verkaufseinheiten eines Lebensmittels, die unter praktisch gleichen Bedingungen erzeugt, hergestellt oder verpackt wurden. Festgelegt wird das Los vom Erzeuger, Hersteller, Verpacker oder Verkäufer des Lebensmittels.

Die Losnummer besteht aus einer Buchstaben- und/oder Ziffern-Kombination und beginnt häufig mit dem Buchstaben "L". Von Bedeutung kann die Losnummer beim Rückruf eines Lebensmittels sein. Dann dient sie der schnellen Identifizierung des zurückgerufenen Produktes. Für Verbraucher lassen sich daraus aber keine Informationen zur Herkunft des Lebensmittels oder seiner Rohstoffe ermitteln. Die Aussage in dem Film ist also nicht korrekt.

Seit dem 1. April 2020 gilt eine Kennzeichnungspflicht für die sogenannte primäre Zutat eines Lebensmittels. Als primär gilt eine Zutat, wenn sie entweder mengenmäßig überwiegt oder von Verbrauchern üblicherweise mit der Bezeichnung des Produktes in Verbindung gebracht wird. In einem Erdbeerjoghurt beispielsweise gelten sowohl die Erdbeeren als auch der Joghurt als primäre Zutaten. Verpflichtend wird eine Herkunftsangabe aber erst, sofern die Gesamtaufmachung des Lebensmittels eine Herkunft vermittelt, die von der Herkunft der Hauptzutat(en) abweicht, zum Beispiel wenn die Erdbeeren in dem "Allgäuer Erdbeerjoghurt" aus China stammen. Die Information muss im gleichen Sichtfeld erscheinen wie die Herkunftsangabe zum gesamten Lebensmittel. Es reicht aber beispielsweise die Angabe „Nicht-EU“ oder „stammen nicht aus Deutschland“.


Inge Treiber, am 04.04.2020, 13:27
Dass uns Ware aus China, die nicht mal sauberes Wasser haben untergejubelt wird, grenzt an Körperverletzung. Aber wer die neue Seidenstraße bis Duisburg genehmigt, ist ja schon kriminell.Wir werden nicht gefragt. Unsere Regierungsvertreter juckt das nicht.

Wir haben ein Grundrecht auf Unversehrtheit,auf saubere Ware.Eure Globaliesierung könnt ihr euch in die Haare schmieren.Wenn die Chinesen schon kein Gewissen haben, sollten es die Deutschen um so mehr.Man treibt doch keinen Handel mit vergifteten Lebensmitteln. Wegen ein paar PFennigen noch dazu.Drastige Änderungen sind angesagt.Sofort

 

Redaktion:
China ist ein riesiges Land. Nicht überall herrschen Luft- und Wasserverschmutzung. Die Waren, die in Deutschland verkauft werden, müssen den hiesigen Standards entsprechen. Bei den Kontrollen fallen immer wieder Lebensmittel aus China auf, die beispielsweise erhöhte Grenzwerte an Pestizidrückständen aufweisen. Das ist aber kein Problem, dass alleine chinesische Lebensmittel betrifft. Das kann auch bei deutschen Lebensmitteln passieren.

Wir bitten möglichst sachlich in diesem Forum zu bleiben.


Guido Willers , am 31.10.2020, 11:27
Ihre Aussage das es in China sauberes Wasser gibt habe ich nicht gesehen. Meine Verbindungen in China waren gut und ich bin geschäftlich und privat viel unterwegs gewesen.

Pestizide und Dünger werden viel eingesetzt. Aussage eines chin. Studenten der etwas Geld bei einem Farmer verdient: Der Tomatenfarmer isst seine eigene Ernte kaum noch.

Es ist unglaublich was ich gesehen habe.

Mir war häufig der Appetit vergangen.

Eine Kennzeichnungspflicht des Herkunftsland auch für verarbeitete Produkte ist längst überfällig.


Albino Cipolla, am 27.04.2020, 10:24
Jeder sollte selbst entscheiden können, wie wichtig ihm Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen sind. Es müsste also klar ersichtlich sein, woher die Produkte kommen. Zumindest ab einem Anteil von z.B. 5%. Hat die Chinesische Regierung ihren Einfluss auf die Verbraucherzentrale oder warum scheint dieses einfache Thema hier so schwierig zu sein?

 

Redaktion:
Wir geben Ihnen vollkommen recht. Wie oben in unserem Text bereits geschrieben, setzen wir uns bereits seit langem für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Hauptzutaten in Lebensmitteln ein, um den Verbrauchern bewusste Kaufentscheidungen zu ermöglichen. Wir verstehen nicht, warum Sie uns Beeinflussung unterstellen.


Helga Keppler, am 21.02.2020, 15:00
Stammen Dosenmandarinen mit der Nummer ZMSLS 18 362 A aus China?


Viele GRüße und Danke!

 

Redaktion:
Wir können Ihre Frage leider nicht beantworten, da Hersteller nicht verpflichtet sind die Herkunft von verarbeiteten Lebensmitteln anzugeben. Die von Ihnen genannte Nummer gibt über die Herkunft keinerlei Aufschluss. Ein großer Teil der Dosenmandarinen stammt aber in der Tat aus China.


Marion Mazur, am 30.01.2020, 10:25
Kommen die Mandarinen mit dem Buchstabencode 0 24000080947 aus China?

Marion Mazur

 

Redaktion:
Bei der genannten Nummer handelt es sich um die Strichcode-Nummer.

Der Strichcode des "Europäischen Artikelnummern-Systems" (EAN) dient dem Handel zum computergestützten Umgang mit Waren. Daraus lässt sich nicht die Herkunft der Lebensmittel ablesen. Die ersten Zahlen des Codes stehen zwar für ein bestimmtes Land, beispielsweise die Ziffern 400 bis 440 für Deutschland. Diese Kennung gibt jedoch nur an, in welchem Land das Unternehmen die Nummer beantragt hat. Sie gibt keine Auskunft darüber, ob das Lebensmittel auch dort produziert wurde, woher die Rohstoffe stammen oder Ähnliches.


Theo Kowalski, am 26.03.2020, 20:23
Erst gestern gab es einen erneuten Bericht vom SWR das Kontrollen nur sporadisch und und ca. 80% der Lebensmittel aus China kommen. Da es sich um verarbeitete Waren handelt muss deren Herkunft nicht mehr angegeben werden. Wenn ich die Bilder von Luftverschmutzung, Schwerindustrie, Smog Schmutzwassereinleitungen Müllseen schwillt mir der Kamm. Mein Fazit hierzu nur noch Obst und Gemüse vom kontrollierten Anbau (Bio und frisch)


Angelika, am 11.09.2016, 17:20
Hier geht es ja nicht um den Kauf von unverarbeitetem Obst und Gemüse am Gemüsestand. Woher diese Produkte kommen, muss deklariert werden und der Verbraucher kann entscheiden.

Das hochbelastete China-Obst-Gemüse jedoch finden wir nur in industriell verarbeiteten Produkten - dort gibt es noch keine Deklarationspflicht. Also "Made in Germany" mit chinesischem Inhalt.

Ein Argument gegen industriell verarbeitete Lebensmittel und für Selberkochen.


Hans-Dieter Schmidt, am 04.02.2016, 17:40
Wenn jemand bewusst Lebensmittel,welche mit Schadstoffen belastet sind an den Verbraucher bringt,sollte er wegen versuchten Mordes angeklagt werden. Er darf nie mehr in dem Beruf tätig werden .Leider ist bei uns alles mit einer kleinen Geldstrafe abgetan.


Besucher, am 02.07.2016, 12:36
Und wer kontrolliert das denn überhaupt?? Nach dem, was ich so weiß, wird nicht wirklich oft was an Proben an Labore geschickt. Ich habe mal eine Reportage gesehen, da ging es um die Kontrolle der Waren, die in Hamburg oder so aus Nicht-EU-Staaten in die EU eingeführt werden. Da wurde ab und zu mal bei einem großen Lastwagen die vorderste Packung (nahe der Tür) rausgeholt, der Fisch oder was es war mal am Bunzenbrenner "gekocht" und von den Testern verkostet, ob es denn auch wirklich nach Fisch schmeckt. Ganz selten wurde mal eine Labor-Probe genommen, aber mir schien nicht, dass das erstens oft vorkam und dass da zweitens auch wirklich breitflächig untersucht wurde.

Wenn jemand "erwischt" wurde, kam er auf eine Liste und wurde die nächsten 10 Mal oder so wieder kontrolliert (was er sicher dann auch wusste?).

Hat mich alles ziemlich desillusioniert.

Das Problem ist, dass wir als Verbraucher kaum die Möglichkeit zur Recherche haben, selbst wenn wir die Energie dazu haben und bereit (und in der Lage?) wären, mehr zu bezahlen für "sichere", unbelastete Produkte.


sunshine, am 29.07.2014, 11:15
Kauf einfach im Bioladen ein und alles ist deklariert. Da wird kein Schmuh gemacht mit unserem Essen. Hört sich teuer an, mit ein paar Tricks wie saisonal, regional, wenig Wurst, Fleisch und Käse - das sind die wirklich teuren Sachen - ist das auf lange Sicht der deutlich gesündere Weg. Wenn nicht für Dich persönlich, dann für die gesamte Welt definitiv.


Besucher, am 02.07.2016, 12:31
Also ich für meinen Teil traue Bio-Supermärkten auch nicht mehr :(

Woher weiß ich, dass der Bio-Brokkoli für 2,5€ das Kilo nicht vom italienischen Acker, auf dem die Mafia Giftmüll vergraben hat, stammt???

(Einfach mal dazu recherchieren, rate ich, angeblich ist in Italien keiner der Äcker mehr unbelastet, ich will ja keine unbegründete Panik verbreiten, aber jeder kann ja selber mal recherchieren.)

Bio bedeutet heute - meines Wissens - leider NICHT, dass alles in Labors kontrolliert wird.

Oft reicht eine Erklärung des Bauern, dass er nach biologischen Richtlinien arbeitet, und vielleicht(?) wird dann noch ein oder zweimal im Jahr eine Kontrolle (mit Ankündigung im Voraus?) durchgeführt, bei der ich mich auch frage, wie genau und WAS da kontrolliert wird. :(

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