Käse aus Milch oder veganes Ersatzprodukt: Was ist gesünder?

Stand:
Ist normaler Käse oder veganer Käse gesünder?
Ein veganer Käse aus Cashewkernen liegt auf einem Teller
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Beide Varianten haben gesundheitliche Vor- und Nachteile.

Pluspunkte von „richtigem“ Käse sind sicherlich der hohe Calciumgehalt und, abhängig von der Sorte, ein hoher Eiweißgehalt. Außerdem werden zur Herstellung von Käse nur wenige industrielle Verarbeitungsschritte benötigt. Nachteilig können sich der Gehalt an Cholesterin, gesättigten Fettsäuren und allgemein ein hoher Fettgehalt auswirken.

Vegane Varianten enthalten dagegen kein Cholesterin, da sie auf der Basis von Pflanzenfetten hergestellt werden. Hinzu kommen teilweise noch Nüsse, Mandeln oder Pflanzendrinks. Auch Personen mit Laktoseintoleranz können hier bedenkenlos zugreifen. Nachteil: Um ein käseähnliches Produkt zu erreichen, ist meist ein höherer industrieller Verarbeitungsprozess erforderlich. Konsistenz, Geschmack und Farbe von Käse werden hier oft nur durch den Einsatz von Zusatzstoffen erreicht. Wie hochwertig die zugrunde liegenden Fette sind, lässt sich meist nur schwer beurteilen. Oft wird Palm- oder Kokosfett verwendet, das einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren mit sich bringt.

Neben den veganen schnittfesten Käsealternativen  gibt es Produkte, bei denen Pflanzendrinks einen Fermentationsprozess und eine Reifung wie bei Käse aus Milch durchlaufen. Sie sind zum Beispiel als Alternative zu Frischkäse, Schmand, Camembert oder Feta erhältlich. Hier sind oft weniger Zusatzstoffe nötig, um ein käseähnliches Produkt zu erreichen.

Die Zusammensetzung der Zutaten und der Hauptnährstoffe kann von Produkt zu Produkt stark variieren. Wir empfehlen daher, die Nährwerttabelle eines Ersatzproduktes immer genau anzusehen und mit dem echten Käse zu vergleichen. Achten Sie hier besonders auf den Gesamtfettgehalt, die ungünstigen gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz.

Wussten Sie, dass veganer „Käse“ gar nicht so heißen darf? Die Bezeichnung „Käse“ ist gesetzlich solchen Produkten vorbehalten, die aus der Milch von Tieren gewonnen wird. Pflanzliche Alternativen müssen immer deutlich als solche gekennzeichnet sein und der Hauptersatzstoff muss auf der Packung angegeben werden.

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