Ist durch Umkehrosmose gereinigtes Wasser gesünder als Mineralwasser?

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Durch Umkehrosmose gereinigtes Wasser: ist das nun gesünder als natürliches Quell- oder Mineralwasser oder nicht? Wir haben eine solche Anlage, und das Wasser wurde uns als das Non Plus Ultra angepriesen, schmeckt mir auch am allerbesten bisher. Ich lese aber auch immer wieder mal, dass es zu mineralstoffarm (-los) sei und dem Körper eher Närstoffe entziehe und ausleite. Was stimmt denn nun?
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Ein durch Umkehrosmose gereinigtes Wasser stufen wir nicht als gesünder ein. Von Vorteil kann sein, dass größere Moleküle wie Nitrat, Pestizide oder Schwermetalle zurückgehalten werden. Voraussetzung ist allerdings, dass das Wasser tatsächlich mit diesen Stoffen belastet ist. Nachteilig ist hingegen, dass dadurch aber auch Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium dem Wasser entzogen werden. Ein dauerhaft hoher Verzehr kann deshalb unter Umständen zur Unterversorgung führen.

Die Versorgung mit Mineralstoffen hängt aber vor allem von der individuellen Ernährung ab. Mit einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung sind Unterversorgungen mit Mineralstoffen in Deutschland bei gesunden Personen die Ausnahme.

Darüber hinaus besteht bei Umkehrosmose-Verfahren die Gefahr, dass die Membran verkeimt, da sich dort Schwebstoffe sammeln. Auch bringt dieses Verfahren hohe Folgekosten mit sich: Aus der Druckerzeugung resultiert ein hoher Energieverbrauch, für das Abspülen der Schwebstoffe von der Membran ein hoher Wasserverbrauch.

Mehr dazu erfahren Sie unter https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wasser/wasserfilter-sind-sie-aus-hygienischer-sicht-notwendig-5534

Mineralwässer können, je nach Zusammensetzung, einen Beitrag zur Mineralstoffversorgung leisten. Allerdings ist ein Mindestgehalt an Mineralstoffen rechtlich nicht vorgeschrieben. Viele Mineralwässer enthalten deshalb nur geringe Mengen, teilweise sogar weniger als manches Leitungswasser. Hier lohnt sich ein Blick auf das Etikett, um die Zusammensetzung zu erfahren.

Quellwasser stammt wie Mineralwasser aus unterirdischen Quellen. Es muss im Gegensatz zu Mineralwasser keine gleichbleibende Menge an Mineralstoffen enthalten. Mehr zu den Unterschieden erfahren Sie unter https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/trinkwasser-mineralwasser-tafelwasser-was-sind-die-unterschiede-13225

Nach unserer Ansicht ist eine zusätzliche Aufbereitung des Trinkwassers im Haushalt meist überflüssig. Wasser wird als Lebensmittel sehr gut kontrolliert und kann bedenkenlos getrunken werden. So gibt es bei Trinkwasser z.B. Grenzwerte für Nitrat, Schwermetalle wie Blei und Kupfer, sowie für Pflanzenschutzmittel, die eingehalten werden müssen. In Bezug auf Arzneimittel gibt es gesundheitliche Orientierungswerte.

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