Cold Brew Tee - ist das ungefährlich?

Stand:
Es gibt Tees, die man nicht mit kochendem, sondern kaltem Wasser bereiten soll. Angeblich entfalten sich dann die Aromen besser und Bitterstoffe werden nicht bzw. weniger freigesetzt. Ist das nicht bedenklich hinsichtlich Krankheitserregern oder Keimen?
Drei Tassen mit Tee stehen zwischen Schüsseln mit verschiedenen Teeblättern.

Es wird doch bei "normalen" Tees extra darauf hingewiesen, dass man sie, um sicher zu gehen, mit sprudelnd kochendem Wasser übergießen soll.

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Gerade in den Sommermonaten werden vermehrt spezielle Kräuter- und Früchteteemischungen verschiedener Hersteller angeboten, die sich zum Kaltbrühen eignen. Diese Teemischungen werden durch ein Heißdampfverfahren behandelt, um den Keimgehalt zu senken. Einige Hersteller weisen darauf hin, dass diese Art der Teezubereitung nicht für Säuglinge und Kinder empfohlen wird.

Herkömmlicher Kräuter- und Früchtetee sollte grundsätzlich mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Der Grund: In manchen Fällen können sich Keime wie Bakterien, Hefen oder Schimmelpilze in den pflanzlichen Produkten befinden. Die Kräuter und Früchte werden nach der Ernte nur getrocknet, aber nicht mit Hitze behandelt.

Anders ist es bei grünem, schwarzen oder weißen Tee. Die Blätter werden bei der Weiterverarbeitung erhitzt und dabei werden mögliche Keime und Bakterien abgetötet.

Die Cold-Brew-Methode – das Zubereiten des Tees mit kaltem Wasser – eignet sich also nicht für jeden Tee.

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