Warum enthält Gelierzucker Palm- und Kokosöl?

Stand: 11. September 2026

Palm- und Kokosöl im Gelierzucker verhindern, dass die Konfitüre beim Kochen stark aufschäumt. Alternativ gibt es Gelierzucker ohne diese Fette.

Fett verringert das Aufschäumen beim Kochen der Konfitüre. Palmöl (und seltener Kokosöl) wird gern genutzt, weil es bei unseren üblichen Raumtemperaturen fest ist. Wird stattdessen z.B. Sonnenblumenöl im Gelierzucker verwendet, so muss dieses zuvor industriell gehärtet werden.

Kokosöl ist bisher weniger problematisch, weil Kokospalmen meist in kleinbäuerlichen Strukturen und Mischkulturen angebaut werden.

Der Palmöl-Boom der letzten Jahrzehnte hat leider zu einer enormen Regenwaldvernichtung geführt, damit immer neue Ölpalmen-Plantagen angelegt werden konnten. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage unter Palmöl: Negative Folgen für Gesundheit und Umwelt

Mit etwa 0,2 Prozent Palmöl stellt der Gelierzucker kein großes Problem dar. Allerdings gibt es Alternativen:

  • Es wird auch Gelierzucker ohne Palmöl angeboten, insbesondere Bio-Gelierzucker, aber auch konventionelle Produkte, oder
  • kochen Sie Konfitüre ohne fertigen Gelierzucker, indem Sie einfachen Zucker verwenden und Pektin oder andere Geliermittel zugeben und ggf. etwas Zitronensaft. Wenn Sie die Konfitüre nicht zügig aufbrauchen möchten, sollten Sie den Schaum mit einer Schaumkelle entfernen und nicht mit in die Einmachgläser geben.

Zum Weiterlesen:

Wie lange ist Gelierzucker haltbar? | Lebensmittel-Forum

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