Wie erkennt man Schimmel bei Walnüssen? Darf man sie noch essen?

Stand: 02. Mai 2026

Schimmel auf Walnüssen zeigt sich meist als weißlich-grauer oder dunkler, pelziger Belag. Befallene Nüsse sollten vorsichtshalber nicht mehr gegessen werden – auch nicht zum Backen. Schimmel kann giftige Mykotoxine enthalten, die gesundheitsschädlich sein können. Hitze zerstört diese Stoffe nicht.

Nicht immer lässt es sich leicht erkennen, ob Walnüsse schimmelig sind. Eine genaue Aussage kann letztendlich nur eine Laboranalyse geben.

Mit Schimmel befallene Nüsse sollten sicherheitshalber nicht mehr verzehrt werden, auch nicht, falls ein Flaum oder Belag nur an den Schalen oder Trennwänden zu sehen ist.

Nussschimmel kann Pilzgiftstoffe, sogenannte Mykotoxine enthalten. Beim Verzehr einzelner schimmeliger Nüsse ist zwar nicht mit akuten gesundheitlichen Folgen zu rechnen, die Gesamtbelastung an solchen Giftstoffen sollte jedoch möglichst niedrig gehalten werden. Sie wirken leber- und nierenschädigend und können das Erbgut verändern. Die giftigste Gruppe unter den Mykotoxinen sind die Aflatoxine. Sie wirken unterschiedlich stark krebserregend. Da Mykotoxine durch Hitze nicht inaktiviert werden, sind schimmelnde Nüsse auch nicht mehr zum Backen geeignet.

Wegen der gesundheitsgefährdenden Wirkungen der Aflatoxine gibt es innerhalb der Europäischen Union Grenzwerte, die von den zuständigen Überwachungsbehörden auf ihre Einhaltung hin überprüft werden. Im Rahmen des europäischen Schnellwarnsystems RASFF gelangen Warnmeldungen rasch zu allen Mitgliedsstaaten. Häufig werden mit Aflatoxinen belastete Nüsse bereits bei Grenzkontrollen entdeckt und gelangen nicht in die EU. Auch im Einzelhandel finden Kontrollen der amtlichen Lebensmittelüberwachung statt.

Schimmel kann entstehen, wenn Nüsse nicht richtig getrocknet oder falsch gelagert werden. Nüsse aus feuchtwarmen Regionen sind häufiger von Schimmel befallen, da Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit das Pilzwachstum fördern. Dazu gehören vor allem Erdnüsse, Haselnüsse, Paranüsse, Mandeln und Pistazien. Walnüsse werden überwiegend in Europa und den USA angebaut und sind seltener betroffen.

Unsere Tipps:

  • Essen Sie keine überlagerten, verfärbten, muffig riechenden oder sichtbar schimmeligen Nussprodukte. Anmerkung: Die dunklere Färbung der Schale von ganzen Öko-Walnüssen ist kein Anzeichen für Schimmelbefall. Bei Bio-Nüssen wird lediglich auf das in der konventionellen Erzeugung übliche Bleichen der Nuss-Schalen verzichtet.
  • Bevorzugen Sie ganze Nüsse statt gemahlener Ware.
  • Schmecken Nüsse muffig oder verdorben, am besten wieder ausspucken.
  • Lagern Sie Nüsse kühl,vorzugsweise in gut schließenden Gefäßen im Kühlschrank. Nüsse lassen sich auch einfrieren und sind dann bis zu einem Jahr haltbar.
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