Wie viel Rapsöl pro Tag ist empfehlenswert und werden die Fettsäuren beim Brotbacken zerstört?

Stand: 03. November 2025

Die tägliche Menge an Rapsöl hängt von Energiebedarf und Gesamtfettzufuhr ab. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 30 Prozent der Gesamtenergiezufuhr an Fett. Rapsöl ist wegen seiner günstigen Fettsäuren empfehlenswert. Die erreichten Temperaturen im Brotinneren schonen die Fettsäuren.

Wenn man dauerhaft zu viel Fett zu sich nimmt, hat man bei gleichzeitig unkontrollierter Energiezufuhr ein erhöhtes Risiko übergewichtig zu werden. Denn Fett liefert mit 9,3 Kilokalorien pro Gramm doppelt so viele Kalorien wie die gleiche Menge Kohlenhydrate oder Protein und trägt so leicht zu einer erhöhten Energiezufuhr bei.

Wenn Sie beispielsweise einen Energiebedarf von 2.500 Kilokalorien am Tag haben, dann könnten Sie pro Tag insgesamt 80 Gramm Fett zu sich nehmen. Schwere Arbeit oder sportliche Betätigung erhöht den Energiebedarf und somit auch den Fettbedarf.

Die Fettqualität spielt eine ebenso wichtige Rolle wie die Fettmenge. Gesättigte Fettsäuren, wie sie beispielsweise in tierischen Produkten vorkommen, sollten durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren ausgetauscht werden. Damit sinkt das Risiko für koronare Herzkrankheiten und die Gesamt- und LDL-Cholesterolkonzentration im Blut. Dies können Sie durch den vermehrten Verzehr von pflanzlichem Fett wie Rapsöl, Walnussöl oder Leinöl erreichen. Gegen Ihren Verzehr von Rapsöl ist also nichts einzuwenden.

Bei Broten sind die Rezepturen häufig sehr unterschiedlich. Das Zugeben von 2 bis 3 Esslöffel Öl sind aber durchaus normal. Wenn Sie das Brot bei 200 Grad Celsius oder mehr backen, ist es in der Tat nicht ratsam, das Brot vor dem Backen mit Öl einzustreichen, weil die mehrfach ungesättigten Fettsäuren dann zerstört werden. Diese hohen Temperaturen werden aber nur außen erreicht, so dass es nicht schadet das Öl in den Teig zu geben.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel Fette und Öle in der Küche.

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