Ist Cola zero für Diabetiker geeignet?
Cola Zero enthält zwar kaum Zucker und Kalorien und beeinflusst den Blutzucker weniger als normale Cola, gilt aber nicht automatisch als empfehlenswert für Diabetiker. Studien zeigen, dass regelmäßiger Konsum künstlich gesüßter Softdrinks gesundheitliche Risiken erhöhen kann.

Künstliche Süßstoffe sind seit langem im Trend und mittlerweile Bestandteil vieler verarbeiteter Lebensmittel. Sie wurden zur Bekämpfung von Fettleibigkeit und Diabetes mellitus eingesetzt.
Während sie die Kalorienaufnahme verringern können, haben sie per se möglicherweise keine vorteilhaften Auswirkungen auf die Kontrolle von Diabetes, da sie selbst die Insulinsensitivität verändern können (siehe Süßstoffe als Stoffwechselrisiko).
Die Ergebnisse mehrerer Studien deuten darauf hin, dass das Umstellen auf künstlich gesüßte Diätgetränke möglicherweise nicht die Lösung ist, da der regelmäßige Konsum von Diätgetränken wie Cola Light auch ein unabhängiger Risikofaktor für Diabetes sein kann. Zudem erhöht sich das Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfall sowie kardiometabolischer Erkrankungen wie eine aktuelle Übersichtsanalyse zeigt.
Und eine aktuelle Langzeitstudie der Weltgesundheitsorganisation mit 451.743 Menschen aus zehn europäischen Ländern kam zu folgendem Resultat:
Das Sterberisiko von Menschen, die zwei Gläser Softgetränke oder mehr pro Tag (egal, ob mit Zucker oder Süßstoff gesüßt) konsumierten, war um 26 Prozent höher als bei denen, die weniger als ein Glas pro Monat tranken (Siehe Association Between Soft Drink Consumption and Mortality in 10 European Countries).
Kalorienfreie Softgetränke enthalten zwar wenige Kalorien, dafür aber Süßungsmittel und Aromastoffe. Werden diese Getränke regelmäßig getrunken, gewöhnen sich die Geschmacksnerven an die Süße, wodurch die allgemeine Vorliebe für Süßes steigt. Wasser ist also auch für Menschen mit Diabetes langfristig der bessere Durstlöscher.

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