Ist Braunhirse besser als normale Hirse?
Braunhirse liefert durch den Verzehr der Schale mehr Mineralstoffe als Goldhirse, aber auch Stoffe, die die Nährstoffaufnahme hemmen. Gesundheitswirkungen sind nicht belegt, Risiken unzureichend untersucht. Daher wird von übermäßigem Verzehr abgeraten.

Hirse ist eine Sammelbezeichnung für Spelzgetreide, das verschiedenen Gattungen angehört und eine große Formenvielfalt aufweist. Die kleinen, etwa millimetergroßen runden Körner sind je nach Art weißgrau, gelb oder rötlich-braun gefärbt und wachsen in Rispen oder Kolben.
Im Vergleich zu anderen Getreiden enthält Hirse viel Eisen, Vitamin B6 und Silizium (Kieselsäure). Sie ist glutenfrei und daher auch für Menschen mit Zöliakie geeignet. Wegen ihres harten Kaueindruckes, des herb-bitteren Geschmacks und der schlechten Verdaulichkeit wird Hirse üblicherweise von Spelzen befreit und geschält, ehe sie als Speisehirse in den Handel kommt.
Hierzulande werden die gelben Samenkörner der Rispenhirse bevorzugt verwendet. Sie werden wegen ihrer Farbe auch als Goldhirse bezeichnet.
Braunhirse ist eine rot-orange Form der Rispenhirse, nicht wie oft behauptet eine Wild- bzw. Urform der Hirse. Ihre Körner werden, im Gegensatz zur Goldhirse, samt Spelze und harter Fruchtschale verwendet. Im Handel wird überwiegend Braunhirsemehl angeboten. Mit einem speziellen Mahlverfahren werden die Körner dafür zu feinem Mehl verarbeitet. Außerdem verkaufen Naturkostläden, Reformhäuser oder Internetanbieter Braunhirse auch als Nahrungsergänzungsmittel.

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