Welche Fische enthalten viel Jod?

Stand: 19. August 2026

Meeresfische enthalten deutlich mehr Jod als Süßwasserfische. Auch Muscheln, manche Algen und tierische Produkte wie Milch- und Milchprodukte, Fleisch und Eier enthalten Jod über das Futter. In Mineralwasser kann sich Jod befinden. Bei Schilddrüsenerkrankungen sprechen Sie besser mit Ihrem Arzt.

Jod gelangt auf verschiedenen Wegen in unsere Ernährung: über Jodsalz, über Meeresfische und Algen, über tierische Produkte (da die Tiere jodhaltiges Futter erhalten) sowie in kleineren Mengen über Pflanzen, abhängig vom Jodgehalt der Böden. Deshalb kann Jod in vielen Lebensmitteln enthalten sein.
Muscheln wie Miesmuscheln und einige Meeresalgen, zum Beispiel Wakame und Hijiki und Produkte daraus wie Nahrungsergänzungsmittel, gehören zu den eher jodreichen Lebensmitteln. Die Nori-Alge, die vor allem bei der Herstellung von Sushi verwendet wird, hat dagegen einen mäßigen Jodgehalt.

Auch andere tierische Lebensmittel wie Milch- und Milchprodukte (Parmesan, Schafskäse, Mozzarella), Fleisch und Eier gehören zu den jodreichen Lebensmitteln, sowie einige Mineralwässer.

Bei Schilddrüsenerkrankungen sind die Mengen, die wir über die normale Ernährung aufnehmen, in der Regel unproblematisch. Auch Jodsalz darf meist verwendet werden. Vorsicht ist bei jodhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln, bestimmten Medikamenten und vor allem bei Algenprodukten geboten, da diese sehr hohe Jodmengen enthalten können.

Hier finden Sie eine Übersicht über Jodgehalte in (Meeres-)fischen:


 

Viele weitere Informationen zum Thema Jod finden Sie hier: BMLEH - Ausgewogene Ernährung - Materialien zum Download - Informationsoffensive Jodsalz
 

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Durch die umfassende Jodierung sind die Jodgehalte bei Süsswasserfisch aus Zucht völlig anders als bei Wildfang. Ich konnte es kaum glauben, aber Fischzüchter haben sich darüber Sorgen gemacht, dass Konsumenten lieber zu Meeresfisch greifen könnten, weil sie Sorgen wegen der Jodversorgung durch Süßwasserfisch haben könnten. Sie haben darauf reagiert und verwenden jodiertes Futter. Leider wissen das die Konsumenten in der Regel nicht und Ernährungstabellen spiegeln es nicht wieder. Ich bin auf Meeresfisch mit niedrigem Jodgehalt oder Süßwasserfisch aus Wildfang ausgewichen.

Anmerkung der Redaktion:

In der kommerziellen Fischzucht werden dem Futter standardmäßig Vormischungen aus Vitaminen und Mineralstoffen (darunter auch Jod) zugesetzt. Dadurch können Zucht-Süßwasserfische tatsächlich mehr Jod enthalten als ihre wilden Artgenossen. Die Jodierung erfolgt vorallem aufgrund von Richtlinien zur Tiergesundheit und Futteroptimierung. Die Aussage, Züchter täten dies flächendeckend aus Angst vor der Konkurrenz durch Meeresfische, ist wissenschaftlich und wirtschaftlich unbewiesen.

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