Können geschrotete Leinsamen erhitzt werden, ohne dass Omega-3 verloren geht?
Leinsamen liefern wertvolle Omega‑3‑Fettsäuren, die jedoch hitzeempfindlich sind. Starkes Erhitzen sollte vermieden werden. Schonendes Erwärmen ist möglich und reduziert zudem Blausäure. Bis etwa 15 g pro Mahlzeit gelten roh als unbedenklich. Ideal ist die Verwendung kalt oder schonend erwärmt.

Leinsamen sind eine wertvolle pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren, insbesondere der Alpha‑Linolensäure (ALA). Diese gehört zu den essenziellen Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und daher mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Diese Fettsäuren sind hitzeempfindlich und oxidieren bei zu starker Erwärmung schnell. Starkes Erhitzen sollte bei geschroteten Leinsamen zum Erhalt der Omega-3-Fettsäure daher vermieden werden. Gleichzeitig kann das Erhitzen sogar vorteilhaft sein, da es den Gehalt an potenziell freisetzbarer Blausäure reduziert. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung gilt eine Menge von 15 Gramm rohen Leinsamen pro Mahlzeit (etwa 2 Esslöffel) als unbedenklich. Werden Leinsamen beim Backen oder Kochen erhitzt, können sie bedenkenlos verzehrt werden. Blausäure verflüchtigt sich bereits bei Temperaturen über 25 Grad. Die beste Nutzung ergibt sich aus einer Kombination: Leinsamen regelmäßig auch in kalten oder nur leicht erwärmten Speisen verwenden und sie bei Bedarf schonend erhitzen.
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