Besondere Hygiene in der Bäckerei wegen Corona

Stand:

Ist es in Ordnung, dass die Bäckereifachverkäuferin die Lebensmittel mit der gleichen Hand nimmt, mit der sie das Geld kassiert? Und das etliche Male ohne sich die Hände zu waschen oder zu desinfizieren? Ich finde es gerade in der jetzigen Situation mit dem Coronavirus sehr bedenklich, wobei ich es auch sonst als sehr unhygienisch empfinde.

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Gerade in der momentanen Situation durch Corona ist Hygiene ein sehr sensibles Thema. Daher können Sie die Bäckereifachverkäuferin auch darauf hinweisen, dass sie die Lebensmittel möglichst nicht mit der bloßen Hand anfassen sollte. Geeignete Hilfsmittel sind Tüte oder Papier bzw. eine Zange oder ein Handschuh.

Die richtige Handhygiene ist ein wichtiger Aspekt, um die Übertragung des Corona-Virus zu vermeiden. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind jedoch bisher noch keine Infektionen bekannt, bei denen über Bargeld, Kartenterminals oder Griffe von Einkaufswägen die Viren übertragen wurden. Laut BfR heißt es:"Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Oberflächen gelangen und eine Zeit lang überleben. Eine Schmierinfektion einer weiteren Person erscheint dann möglich, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Bundesverband des deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) sprechen sich in einem gemeinsamen Appell für ein solidarisches Verhalten beim Lebensmitteleinkauf aus. Nur wenn Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie der Handel ihren Beitrag leisten und wichtige Regeln zum Gesundheitsschutz befolgen, können alle sicher und ausreichend einkaufen. Den gesamten Artikel finden Sie unter Zusammenhalt beim Lebensmitteleinkauf.

ältere Nutzer-Kommentare aus dem Jahr 2020 und davor

Lisa, am 02.11.2020, 14:21
Hallo, eine frage muss man mit den jetzigen neuen vorschriften auch wider einen Mundschutz hinter der Bäckerei theke aufsetzen? Obwohl vorschriftsgemäß plexiglas vorhanden ist?

 

Redaktion:
Soweit wir informiert sind, wurden keine Änderungen in diesem Bereich vorgenommen.


Merk inge, am 11.08.2020, 21:05
Darf man in Bayern Kaffee to go in vom

Kunden mitgebrachte Becher füllen?

 

Redaktion:
Ja, darf man. Dies muss jedoch mit besonderer Sorgfalt erfolgen. Der Lebensmittelverband Deutschland hat hierzu einen Leitfaden erstellt: https://www.lebensmittelverband.de/de/aktuell/20190909-leitlinie-merkblatt-coffee-to-go-mitgebrachte-becher-veroeffentlicht

Bäckereien müssen jedoch keine mitgebrachten Becher annehmen. Zudem ist dem Personal freigestellt, Becher abzulehnen, bei dem es der Meinung ist, dass dieser nicht sauber ist.

Der Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks empfiehlt derzeit wegen der Corona-Pandemie keine mitgebrachten Behälter anzunehmen. https://www.baeckerhandwerk.de/index.php?eID=tx_securedownloads&u=0&g=0&t=1597393851&hash=77e2c4886206daa1943f8e08ca958e913a604ab3&file=fileadmin/REDAKTION/Corona/10_Gebote_im_Verkauf-Tabelle.pdf


Rosi Urland, am 30.07.2020, 17:32
Mein Enkel 22,hatte vergessen,das Brot schneiden zu lassen,also ging ich mit der Tüte,ohne es ausgepackt zu haben,wieder zur Bäckerei und bat,es zu schneiden,was man nicht durfte,ich bekam gesagt,ich weiß ja nicht,wo das Brot war.Ist das so??

 

Redaktion:
Ja, das ist okay. Gerade durch die Brotschneidemaschine können Krankheitserreger oder Verschmutzungen schnell auf weitere Brote, die geschnitten werden, übertragen werden. Wir können die Vorsicht der Bäckerei verstehen.


Bernd, am 02.07.2020, 15:06
Ich muss jetzt einfach einmal meine Verwunderung über die Ignoranz der Behörden (hier insbesondere des Gesundheitsamtes) loswerden.

Eine Bekannte arbeitet als Verkäuferin in einer Bäckerei. Am Dienstag wurde bei ein Arbeitskollegin positiv auf COVID-19 getestet.

Bis zum heutigen Tag wurde keine der mit der betroffenen Mitarbeiterinnen kontaktiert, obwohl diese ganz normal weiter mit Kundenkontakt und auf engstem Raum mit Kollegen arbeiten.

Wenn die ganze Angelegenheit so unprofessionell gehandhabt wird, frage ich mich, was die ganzen Kontaktbeschränkungen und die Maskenpflicht für einen Sinn haben sollen.

Auch der Arbeitgeber hat sich noch in keiner Weise mit den Mitarbeitern in Verbindung gesetzt.

Es wird also bewusst riskiert, dass eventuell ebenfalls infizierte das Virus in der Familie (und damit auch in weiteren Unternehmen) weitergegeben wird!

Das ist doch alles lächerlich und führt alle Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ad absurdum!

 

Redaktion:
Sie haben Recht, dass der Umgang in diesem Fall anscheinend nicht wirklich professionell ablief. Wir würden empfehlen (auch wenn es anders laufen müsste), dass Ihre Bekannte sich von sich aus beim Gesundheitsamt meldet und sich zudem auf COVID-19 testen lässt.

In der Regel haben die Gesundheitsämter aber die Situation wieder im Griff. Wir haben bereits von vielen positiven Abläufen erfahren.

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